Unsere Partnergemeinden KoMaMa
Kokirie, Masia Mamba und Masia Mshiri liegen im Norden Tansanias am Fuße des Kilimandscharo.
Eine Partnerschaft, die verbindet
Seit mehr als 30 Jahren verbindet uns eine Partnerschaft mit den Gemeinden Kokirie, Masia Mamba und Masia Mshiri am Fuße des Kilimandscharo. Was mit der Unterstützung durch die St. Markus-Gemeinde begann, ist heute eine lebendige Verbindung zwischen unseren Gemeinden.
Unser christlicher Glaube verbindet uns über Länder und Kontinente hinweg. Wir begegnen einander, tauschen Erfahrungen aus, lernen voneinander und begleiten uns im Glauben. So bereichert die Partnerschaft beide Seiten
Persönliche Begegnungen vertiefen diese Verbindung: Im Oktober 2024 besuchte eine Gruppe aus der Laurentiusgemeinde die Partnergemeinden in Tansania. Im Sommer 2025 durften wir eine Delegation unserer Partner in Lübeck begrüßen. Für 2027 ist ein weiterer Besuch in Tansania geplant.
Geschichte der Gemeindepartnerschaft St. Markus zu Lübeck und Kokirie / Kilimanjaro East District
Die Anfänge
Im Juni 1994 schloss die evangelisch-lutherische St. Markus-Kirchen-Gemeinde zu Lübeck eine Partnerschaft mit der lutherischen Kirchen-Gemeinde Kokirie im East Kilimanjaro District. Sie ersetzte die Partnerschaft mit der Bibelschule in Mwika, die zu diesem Zeitraum zu einem theologischen College ausgebaut wurde. Der Wunsch war es, eine unserer relativ kleinen Gemeinde vergleichbare Partnerschaft zu pflegen.
Relativ bald wurde auch die Nachbargemeinde von Kokirie, Masia Mamba einbezogen. Es fand ein erster Besuch von Pastor Meyer, der Gemeindeglieder Herr Engel und Horst Schelski statt. Vom 13.-30. Juni 1998 besuchten Pastor E.N. Mangowi, Mary Mboya und Herr Milton S. Kiwelu aus Kokirie und Masia Mamba die St. Markus-Gemeinde in Lübeck. Es sollten die einzigen Besuche bleiben.
Aufgrund des hohen Engagements des Leiters der Partnerschaftsgruppe Horst Schelski wurde jährlich ein stattlicher Betrag für die Speisung der KiTa-Kinder, für Schuluniformen und Stipendien, insbesondere für AIDS-Waisen bereitgestellt. Ganz bewusst wurden keine weiteren Reisen unternommen, um die Gelder für die praktische Hilfe zur Verfügung zu haben.
Herr Schelski erzählte in den 2000er und 2010er- Jahren unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden regelmäßig von der Partnerschaft und hielt den Kontakt zu den jeweils dort aktiven Pastoren. Insgesamt fanden 5 Partnerschaftsgottesdienste statt, bei denen der gleiche Predigttext im Mittelpunkt stand. Abrechnungen für die Ausgaben wurden seitens der tansanischen Partnergemeinden nicht eingereicht. Aus gesundheitlichen Gründen beendete Herr Schelski im Jahr 2022 seine Tätigkeit und Pastorin Bettina Kiesbye übernahm die Weiterarbeit.
Fusion 1
Am 1. Januar 2022 fusionierte St. Markus mit 4 anderen Einzelgemeinden zur neuen Laurentius-Kirchengemeinde, die Partnerschaft stand vor der Entscheidung: Beenden oder neu aufstellen.
Ein Neubeginn auf beiden Seiten
Im Mai 2024 waren wieder Tansanierinnen zu Besuch am Gemeinde Standort St. Markus. Es war eine gegenseitige Einladung, denn die Tansanierinnen bereiteten ein kulinarisches Büffet für die Gäste, die sich für sie und ihre Frauenleben in Tansania, ihre Familien-Geschichten, ihre Reise nach Deutschland und für Tansania im Allgemeinen interessierten.
Im Oktober 2024 gab es dann bereits eine Art Gegenbesuch im Rahmen einer privaten Tansania-Studienreise, an der auch 2 KGR-Mitglieder und einige Gemeindeglieder aus Lübeck teilnahmen.
Fusion 2
Der partnerschaftserfahrene Gemeindepastor Alphaeus Shayo aus Masia Mshiri hatte inständig auf der Basis seiner Freundschaft zu Diakon Sebastian Schneider darum gebeten, auch eine Partnerschaft nach Deutschland für seine Gemeinde zu initiieren. Da der Chagga-Clan, der in Masia Mshiri aufgrund seines Bruderstreites vor vielen Jahren von Masia Mamba (in Mshiri und Mamba) getrennt wurde, kam nun über die Fusion innerhalb der Partnerschaft wieder zusammen. Der neue Name der wiederbelebten Partnerschaft soll nun KoMaMa sein. Das Partnerschaft-Komitee besteht aus Laien und Pastoren aller drei Gemeinden.
Eine neue Zukunft der Partnerschaft
Dieser Neubeginn erfordert großes Engagement auf beiden Seiten und neue Zugänge zu den Gemeindegliedern. Es werden vielfältige Kompetenzen – oder wie die Bibel es ausdrückt „geistige Gaben“ benötigt – so haben sich die Tansanier/innen entschieden, einen Manager zum Vorsitzenden und einen Buchhalter zum Sekretär ihres Komitee zu wählen. Viele Gemeindegruppen schicken Delegierte ins Partnerschafts-Komitee.
Auch im deutschen Basis-Partnerschaftsausschuss sind neben der Theologin eine Mitarbeiterin aus dem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und die Partnerschaftsbeauftragte der Laurentius-Gemeinde vertreten. Beratend ist das Gemeindeglied Sebastian Schneider, mit 15 Jahren Erfahrung in der Partnerschaftsarbeit und im Fundraising dabei.
Es soll nicht mehr der Focus auf dem Geld sammeln liegen, sondern die Begegnung, der Austausch und das Von-Einander-Lernen und Miteinander-Beten sind die wichtigsten Elemente. Na klar, es werden auch gemeinsame Projekte entwickelt, denn darüber wachsen die Partnergemeinden zusammen und erreichen eine gute Öffentlichkeitswirksamkeit.
Unser gemeinsames Kindergartenprojekt
Im Kindergarten in Kokirie werden derzeit mehr als 30 Kinder in nur einem Gruppenraum betreut. Um eine zweite Gruppe einrichten und weitere Kinder aufnehmen zu können, wird dringend mehr Platz benötigt.
Gemeinsam mit unseren Freunden vor Ort haben wir deshalb ein Projekt entwickelt: Der Kindergarten soll um einen zweiten Gruppenraum und kindgerechte Toiletten erweitert werden.
Zugleich absolvieren zwei junge Frauen eine zweijährige Ausbildung zu Montessori-Pädagoginnen. Sie erwerben das pädagogische Wissen für ihre spätere Arbeit und fertigen während der Ausbildung die dazugehörigen Montessori-Materialien an.
Räume, Ausbildung und Ausstattung gehören zusammen
So entstehen nicht nur zusätzliche Räume, sondern auch die personellen und pädagogischen Voraussetzungen für eine zweite Kindergartengruppe.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Das Kindergartenprojekt ist ein gemeinsames Vorhaben unserer Partnergemeinden. Die Ideen und Entscheidungen entstehen im Austausch miteinander und orientieren sich an den Bedürfnissen vor Ort.
Für die Umsetzung werden finanzielle Mittel benötigt. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, den Anbau, die kindgerechten Toiletten und die Ausbildung der beiden Pädagoginnen zu ermöglichen.
Hier geht es zum Flyer.
Kontakt
komamapartnership@laurentius-luebeck.de
Ihre Ansprechpersonen
Dörte Friedrichsen
0176 84 89 76 05
Sebastian Schneider
0176 92 35 82 04
Sie möchten mehr über unsere Partnerschaft oder das Projekt erfahren?
Schreiben Sie uns gerne.
Wir freuen uns über Ihre und Eure Unterstützung.
Unser Spendenkonto
Zahlungsempfänger
Sebastian Schneider – Laurentius hilft
IBAN
DE72 2305 0101 0160 9215 32
Verwendungszweck
KOMAMA-Kindergartenprojekt
Spendenbescheinigung